Montag, 19. Juni 2017

Filmkritik: Wonder Woman

Seien wir ehrlich: Marvel weiß, wie man unterhaltsame, bunte und vor allem auch gute Comicverfilmungen macht. DC dagegen... tut sich abseits von Christopher Nolans The Dark Knight-Trilogie (und selbst da war der Abschluss eher durchschnittlich) schwerer als nötig. Das liegt vor allem daran, dass man bei Warner einem Mann wie Zack Snyder das Ruder überlassen hat, der zwar visuell hervorragend arbeitet (sowohl 300, als auch Watchman waren dahingehend hervorragend, und selbst Sucker Punch hatte seine visuellen Reize), aber inhaltlich und emotional auf dem Niveau eines Michael Bay ist. Und zudem einen Hang zum übertrieben düsteren, ernsten Unterton seiner Filme hat. Und das war das Problem bei Man of Steel wie auch bei Batman V Superman: Dawn of Justice. Ein Haufen großer Stars helfen nicht, wenn der Film seelenlos und übertrieben düster daherkommt und sich ernster nimmt, als es für eine Comicverfilmung mit übermächtigen Superhelden gut ist. Und so war Gal Gadots Wonder Woman schon in Snyders letztem DC-Film der große (und ehrlich gesagt einzige) Lichtblick, brachte sie doch so etwas wie Charme und Humor in die Szenerie.

Montag, 8. Mai 2017

Trailer: Blade Runner 2049 (#2)

Der neue Trailer zu Denis Villeneuves Blade Runner 2049 ist da. Das Sequel zum Kult-SF-Film von Ridley Scott bringt wieder Megastar Harrison Ford zurück, der gemeinsam mit Ryan Gosling (La La Land) die Hauptrolle übernimmt. Robin Wright, Jared Leto und Dave Bautisa sind ebenfalls mit dabei.

Montag, 27. Februar 2017

Awards 2016: Oscar - Gewinner


Die 89. Oscarverleihung ist mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen: Nach einem grandiosen Faux-Pas, bei dem Warren Beatty und Faye Dunaway erst La La Land als Film des Jahres gekürt hatten und die gesamte Crew schon auf der Bühne war und ihre Dankesrede hielt, stellte sich auf einmal heraus, dass die beiden Alt-Stars einen falschen Umschlag hatten (der Emma Stones Sieg für La La Land zeigte) und der wahre Gewinner Moonlight ist. Drei Oscars durfte Barry Jenkins' Film mit nach Hause nehmen, neben dem Hauptpreis noch den für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Nebendarsteller Mahershala Ali. La La Land hingegen gewann 6 Preise, darunter für die beste Regie (Damien Chazelle) und die beste Hauptdarstellerin (Emma Stone). Hacksaw Ridge durfte sich über zwei Preise freuen und damit nach 20 Nominierungen ohne Trophäe nun endlich Kevin O'Connell erlösen, der seit 1983 Nominierungen sammelte und bis heute den Negativrekord hält mit den meisten Nominierungen ohne Gewinn. Auch Manchester by the Sea konnte zwei Preise abstauben: Für Kenneth Lonergans Originaldrehbuch sowie Casey Affleck als besten Hauptdarsteller. The Salesman aus dem Iran ist der beste nicht englischsprachige Film (die deutsche Hoffnung Toni Erdmann ging demnach leer aus), Zootopia ist der beste Animationsfilm.

Awards 2016: Oscar - Prognosen


Die 89. Oscarverleihung steht bevor. Am morgigen Sonntag wird Jimmy Kimmel durch die große Gala führen, bei der die besten Filme des letzten Jahres um den wichtigsten Filmpreis der Welt kämpfen. Die meisten Nominierungen erhielt La La Land (14), der damit zu den Rekordhaltern Titanic und Alles über Eva aufschließt. Je 8 Nominierungen gab es für Moonlight und Arrival, die beiden australischen Filme Hacksaw Ridge und Lion erhielten genau wie Manchester by the Sea jeweils 6 Nominierungen. Hell or High Water und Fences haben Chancen auf 4 Trophäen, während Hidden Figures und Jackie dreimal einen der begehrten Goldjungen mit nach Hause nehmen könnten. Bis auf Letzteren sind die anderen neun Filme jeweils auch in der Königs-Kategorie Bester Film nominiert.

Sonntag, 26. Februar 2017

Die besten Oscar-Momente


Die 89. Oscarverleihung steht bevor. Am heutigen Sonntag wird Jimmy Kimmel durch die große Gala führen, bei der die besten Filme des letzten Jahres um den wichtigsten Filmpreis der Welt kämpfen. Doch die Oscars sind neben der Verleihung ihrer Trophäen auch für so einiges anderes bekannt: emotionale Dankesreden, peinliche Schnitzer, große Eröffnungsnummern und wahre Kuriositäten. Das beste aus der Geschichte der Academy Awards ist hier zusammengetragen - viel Spaß mit den Hightlights aus fast 90 Jahren Oscar-Geschichte.

Freitag, 24. Februar 2017

Filmkritik: Lion

Wir alle kennen diesen Moment, haben ihn selbst erlebt in unserer Kindheit. Der Augenblick, in dem man seine Mutter oder seinen Vater aus den Augen verloren hat, umgeben von fremden Gesichtern, aber keinem vertrauten Lächeln. Im Kaufhaus, in der Stadt, wo auch immer. Doch dann, einen kurzen Moment später die Erlösung: da ist das vertraute Paar Augen, die Hände, die einen in den Arm schließen. Saroo Brierley musste 25 Jahre auf diese Erlösung warten. Ein kleines Wunder, das wahrhaftig passiert ist und Menschen rund um den Globus bewegte.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Filmkritik: Manchester by the Sea

Kurz nachdem wir das Kino verlassen haben fällt von meinem Begleiter der Satz: "Ich muss jetzt erstmal dreimal Mamma Mia anschauen, sonst werde ich selbst depressiv." Recht hat er. Vielleicht nicht unbedingt mit Mamma Mia, der mich eher noch tiefer in eine depressive Phase stürzen würde, aber in der Tat: Manchester by the Sea ist ein durch und durch trister, trauriger, trüber und eben über alle Maßen depressiver Film, in dem die Protagonisten über zwei Stunden lang leiden müssen.

Sonntag, 5. Februar 2017

Filmkritik: Split

Es ist lange her, dass M. Night Shyamalan so in aller Munde war. Als er 1999 mit gerade einmal 29 Jahren mit seinem Sensationserfolg The Sixth Sense über Nacht zum Meister des Mysteryfilms aufstieg war die Welt für den zweifach Oscar-Nominierten Inder noch in Ordnung. Es folgten mit Unbreakable, Signs und dem grandiosen The Village drei weitere finanzielle Erfolge, doch dann kam der erste große Flop, auf den drei weitere finanziell wie auch qualitativ enttäuschende Filme folgten. Deswegen rechnete auch niemand damit, dass Shyamalan mit The Visit überzeugen könnte. Doch dann wurde der für nur 5 Millionen Dollar inszenierte schwarzhumorige Schocker mit dem berühmten Shyamalan-Plottwist zum Hit und spielte das 20-fache seines Budgets wieder ein. Auch die Kritiker waren sehr angetan von dem, was sie da sahen. Der Fluch war gebrochen, die Ehre wieder hergestellt. Blieb nur die Frage, wie es mit seinem nächsten Film weitergehen sollte. Und siehe da: Split ist ein riesiger, finanzieller Erfolg: Bislang hat der für nur 9 Millionen Dollar inszenierte Film alleine in den USA schon das 10-fache seiner Kosten wieder eingespielt. Und nicht nur das Publikum scheint überzeugt zu sein - auch diesmal fallen die Kritiken wieder sehr wohlwollend aus. Und das, obwohl der Film durchaus offensichtliche Schwächen hat und nur phasenweise wirklich überzeugen kann.

Freitag, 3. Februar 2017

Filmkritik: Hidden Figures

Man sollte denken, dass Filme wie Hidden Figures oder The Help ein dunkles, aber vergangenes Kapitel der US-amerikanischen Kultur darstellt. Dass die Zeiten, in denen Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts benachteiligt werden, vorbei sind. Dass Worte wie Diskriminierung und Rassentrennung heute Fremdwörter sind. Doch gerade in Zeiten wie diesen, in denen ein rassistischer, frauenverachtender, große Sprüche klopfender Milliardär das mächtigste Land der Welt anführt, sind Themen wie diese wichtiger denn je. Und deswegen ist Theodore Melfis Hidden Figures auch nicht einfach nur ein weiterer filmischer Versuch, die Probleme aus dem letzten Jahrhundert wiederzugeben, sondern ein Weckruf und Appell an uns alle, dass es auch heute noch zu diesen Diskriminierungen und Vorurteilen kommt, weltweit und aktuell immer stärker und feindseliger.

Samstag, 28. Januar 2017

Zum Tod von John Hurt (1940 - 2017)

Der zweifach Oscar-nominierte britische Schauspieler Sir John Hurt ist tot. Er verlor am gestrigen Freitag, den 27. Januar,  in London den Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs, der Mitte 2015 bei ihm diagnostiziert wurde. In über 140 Rollen war der ausgebildete Bühnenschauspieler Hurt zu sehen, meist in Nebenrollen und oft als Exzentriker oder unter Psychosen Leidender.