Mittwoch, 15. Februar 2017

Filmkritik: Manchester by the Sea

Kurz nachdem wir das Kino verlassen haben fällt von meinem Begleiter der Satz: "Ich muss jetzt erstmal dreimal Mamma Mia anschauen, sonst werde ich selbst depressiv." Recht hat er. Vielleicht nicht unbedingt mit Mamma Mia, der mich eher noch tiefer in eine depressive Phase stürzen würde, aber in der Tat: Manchester by the Sea ist ein durch und durch trister, trauriger, trüber und eben über alle Maßen depressiver Film, in dem die Protagonisten über zwei Stunden lang leiden müssen.

Sonntag, 5. Februar 2017

Filmkritik: Split

Es ist lange her, dass M. Night Shyamalan so in aller Munde war. Als er 1999 mit gerade einmal 29 Jahren mit seinem Sensationserfolg The Sixth Sense über Nacht zum Meister des Mysteryfilms aufstieg war die Welt für den zweifach Oscar-Nominierten Inder noch in Ordnung. Es folgten mit Unbreakable, Signs und dem grandiosen The Village drei weitere finanzielle Erfolge, doch dann kam der erste große Flop, auf den drei weitere finanziell wie auch qualitativ enttäuschende Filme folgten. Deswegen rechnete auch niemand damit, dass Shyamalan mit The Visit überzeugen könnte. Doch dann wurde der für nur 5 Millionen Dollar inszenierte schwarzhumorige Schocker mit dem berühmten Shyamalan-Plottwist zum Hit und spielte das 20-fache seines Budgets wieder ein. Auch die Kritiker waren sehr angetan von dem, was sie da sahen. Der Fluch war gebrochen, die Ehre wieder hergestellt. Blieb nur die Frage, wie es mit seinem nächsten Film weitergehen sollte. Und siehe da: Split ist ein riesiger, finanzieller Erfolg: Bislang hat der für nur 9 Millionen Dollar inszenierte Film alleine in den USA schon das 10-fache seiner Kosten wieder eingespielt. Und nicht nur das Publikum scheint überzeugt zu sein - auch diesmal fallen die Kritiken wieder sehr wohlwollend aus. Und das, obwohl der Film durchaus offensichtliche Schwächen hat und nur phasenweise wirklich überzeugen kann.

Freitag, 3. Februar 2017

Filmkritik: Hidden Figures

Man sollte denken, dass Filme wie Hidden Figures oder The Help ein dunkles, aber vergangenes Kapitel der US-amerikanischen Kultur darstellt. Dass die Zeiten, in denen Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts benachteiligt werden, vorbei sind. Dass Worte wie Diskriminierung und Rassentrennung heute Fremdwörter sind. Doch gerade in Zeiten wie diesen, in denen ein rassistischer, frauenverachtender, große Sprüche klopfender Milliardär das mächtigste Land der Welt anführt, sind Themen wie diese wichtiger denn je. Und deswegen ist Theodore Melfis Hidden Figures auch nicht einfach nur ein weiterer filmischer Versuch, die Probleme aus dem letzten Jahrhundert wiederzugeben, sondern ein Weckruf und Appell an uns alle, dass es auch heute noch zu diesen Diskriminierungen und Vorurteilen kommt, weltweit und aktuell immer stärker und feindseliger.

Samstag, 28. Januar 2017

Zum Tod von John Hurt (1940 - 2017)

Der zweifach Oscar-nominierte britische Schauspieler Sir John Hurt ist tot. Er verlor am gestrigen Freitag, den 27. Januar,  in London den Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs, der Mitte 2015 bei ihm diagnostiziert wurde. In über 140 Rollen war der ausgebildete Bühnenschauspieler Hurt zu sehen, meist in Nebenrollen und oft als Exzentriker oder unter Psychosen Leidender.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Awards 2016: Oscar - Nominierungen

Die 89. Oscarverleihung steht bevor. Am 26. Februar 2017 wird Jimmy Kimmel durch die große Gala führen, bei der die besten Filme des letzten Jahres um den wichtigsten Filmpreis der Welt kämpfen. Die meisten Nominierungen erhielt La La Land (14), der damit zu den Rekordhaltern Titanic und Alles über Eva aufschließt. Je 8 Nominierungen gab es für Moonlight und Arrival, die beiden australischen Filme Hacksaw Ridge und Lion erhielten genau wie Manchester by the Sea jeweils 6 Nominierungen. Hell or High Water und Fences haben Chancen auf 4 Trophäen, während Hidden Figures und Jackie dreimal einen der begehrten Goldjungen mit nach Hause nehmen könnten. Bis auf Letzteren sind die anderen neun Filme jeweils auch in der Königs-Kategorie Bester Film nominiert.

Sonntag, 22. Januar 2017

Rückblick: Das Kinojahr 2016

Das Kinojahr 2016 war kein allzu berauschendes. Vor allem finanziell lief es für Kinos und Verleiher mehr als mau. Nach dem Rekordjahr 2015 konnte es einfach nur noch nach unten gehen - vor allem mit einer Fußball-Europameisterschaft im Nacken. Und so kam es, dass es 2016 kein einziger Film geschafft hat, mehr als 4 Millionen Besucher in die deutschen Kinos zu locken. Der einzige Film, dem das wohl noch im Laufe des Februars gelingen wird, ist - wie sollte es auch anders sein - Rogue One: A Star Wars Story. Der erste Spin-off-Film des erfolgreichen Franchises erfüllte vor allem in den USA alle Erwartungen. Ansonsten stand 2016 ganz im Zeichen des Animationsfilms: Zoomania, Pets und Findet Dorie haben allesamt 3,8 Millionen Besucher in die Lichtspielhäuser gelockt, die Top 5 wird ausgefüllt von einem weiteren Spin-Off: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Der erfolgreichste deutsche Film liegt auf Platz 6: Willkommen bei den Hartmanns sahen rund 3,4 Millionen Besucher. Rund 18 Millionen Menschen sahen sich einen deutschen Kinofilm an, das entspricht etwa 18,5% Marktanteil - ebenfalls deutlich weniger als noch 2015 (25,4%). Die genauen Zahlen werden von der FFA noch veröffentlicht, aber es gingen wohl gerademal rund 120 Millionen deutsche ins Kino - letztes Jahr waren es noch fast 140 Millionen. Damit folgte auf das erfolgreichste Jahr seit 2009 (und das zweiterfolgreichste seit 2004) das wohl schlechteste seit 1992!

Donnerstag, 3. November 2016

Trailer: T2: Trainspotting (#2)

Renton, Spud, Begbie und Sick Boy sind zurück. Nach genau 20 Jahren bringt Oscar-Preisträger Danny Boyle (Slumdog Millionär, 127 Hours, Trainspotting) die beliebtesten britischen Antihelden der Filmgeschichte zurück. Und das mit dem originalen Cast. Ewan McGregor (dem damals nicht einmal eine Oscar-Nominierung zugestanden wurde - und das für eine der zweifellos besten darstellerischen Leistungen aller Zeiten), Ewen Bremner, Robert Carlyle, Jonny Lee Miller und Kelly Macdonald sind zurück im Trailer zu T2: Trainspotting. Und der steckt so voller Nostalgie und Selbstzitaten, dass man sich sofort zurück ins Jahr 1996 versetzt fühlt. Basierend auf den Figuren von Irvine Welsh schrieb Boyles Stammautor John Hodge (Trainspotting, Kleine Morde unter Freunden, The Beach, Trance) das Drehbuch (das offenbar nicht ganz auf dem Fortsetzungsroman Porno von Welsh basiert), Oscar-Gewinner Anthony Dod Mantle (Slumdog Millionär, 127 Stunden, 28 Days Later) führt die Kamera.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Trailer: Rogue One - A Star Wars Story (#3)

Der finale Trailer zum ersten Star Wars Spinoff der Filmgeschichte - Rogue One - ist da! Der Film von Gareth Edwards (Godzilla) erzählt die Geschichte einer Gruppe Rebellen, die die Mission haben, die Pläne des ersten Todessterns zu stehlen. Der Film spielt kurz vor der Handlung von Episode IV, Eine neue Hoffnung. Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Mads Mikkelsen, Alan Tudyk, Diego Luna, Donnie Yen, Riz Ahmed und Forest Whitaker sind mit dabei - ebenso wie die Star Wars-Veteranen Jimmy Smits (erneut als Bail Organa), Warwick Davis (in einer neuen Rolle) sowie der legendäre James Earl Jones als Darth Vader - der Rolle, die ihn 1977 zur Ikone für Millionen Fans auf der ganzen Welt machte. Die Musik stammt von Oscar-Gewinner Michael Giacchino - es ist der erste Film aus dem Star Wars-Universum, der ohne neue Musik von John Williams auskommt, die Kamera führt Zero Dark Thirty-Kameramann Greig Fraser, der Schnitt kommt von Herr der Ringe und Hobbit-Cutter Jabez Olssen.

Montag, 3. Oktober 2016

Trailer: Pirates of the Caribbean: Salazar's Revenge (#1)

Die Fluch der Karibik-Reihe zählt zu den finanziell erfolgreichsten der Filmgeschichte - und dennoch ist es eine Reihe, bei denen die Fans von Film zu Film mehr zu meckern hatten. In der Tat ist vor allem der vierte Teil des Franchise alles andere als ein guter Film, doch der erste Blick auf den fünften Teil unter der Regie der norwegischen Kon-Tiki-Regiesseure Joachim Rønning und Espen Sandberg sieht überraschend düster aus. Mal sehen, ob Javier Bardem hier der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Johnny Depp ist natürlich wieder in seiner Paraderolle als Piratencaptain Jack Sparrow zu sehen, Orlando Bloom, Geoffrey Rush, Kevin McNally und Stephen Graham kehren ebenfalls wieder zurück. Brenton Thwaites, David Wenham, Kaya Scodelario und Beatle Paul McCartney sind neu mit an Bord. Die Musik wird von Geoff Zanelli stammen, einem weiteren Hans Zimmer Schützling. Interessant ist zudem, dass der Film in Europa offenbar Salazar's Revenge heißen wird, während er im Rest der Welt Dead Men Tell No Tales heißt. Namensänderungen bei Disneyfilmen waren zuletzt bei Zoomania, Baymax oder aktuell auch Vaiana schon aufgetreten.

Donnerstag, 29. September 2016

Trailer: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (#4)

Über 14 Jahre ist es her, seit der erste von insgesamt acht Harry Potter-Filmen startete und zu einem weltweiten Phänomen avancierte. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind soll diese Erfolgsgeschichte nun fortführen. Im finalen Trailer erhalten wir nun endlich den Blick auf all die süßen, aber auch schreckenerregenden Kreaturen, die im New York der 1920er Jahre durch ein Missgeschick auf die Bevölkerung losgelassen werden. Regie führt wie bei den vier letzten Potter-Filmen David Yates, das Drehbuch schrieb erstmals J.K. Rowling selbst nach ihrem eigenen Buch. Oscar-Preisträger Eddie Redmayne spielt die Titelrolle des Newt Scamander, Colin Farrell, Ezra Miller, Ron Perlman, Jon Voight, Samantha Morton, Dan Fogler und Katherine Waterston sind in weiteren Rollen zu sehen, die Musik stammt von Potter-"Neuling" James Newton Howard.